Blick über Athen bei Sonnenuntergang
Reiseberichte19. Juni 2025

Fußball, Ausblicke und Feta: ein langes Wochenende in Athen

Ein paar Tage in Athen fühlt sich wie eine Mini-Weltreise an. Von antiken Ruinen und beeindruckenden Ausblicken bis zu fanatischen Fußballderbys und dampfenden Souvlaki-Tellern – diese Stadt hat alles. Von Donnerstag bis Montag ließ ich mich in alles eintauchen, was Athen zu bieten hat. Und glaub mir: Das ist mehr, als man in ein Wochenende packen kann.

Von Plaka zu Panathinaikos

Am Abend verlor ich mich – auf die gute Art – im Gewirr der Gassen von Plaka und Anafiótika. Weiß gekalkte Häuser, bunte Blumen und gemütliche Terrassen machen dies zu einem der stimmungsvollsten Orte Athens. Als würde man auf einer Insel sitzen, aber mitten in der Stadt. Hier isst man, wie es sich gehört: unter einer Weinranke, mit Tzatziki, gegrilltem Fisch und einem Karaffel Hauswein.

Der Samstagmorgen stand im Zeichen der Geschichte. Mit einem praktischen Kombiticket (erhältlich über GetYourGuide oder hhticket.gr) besuchte ich in eigenem Tempo eine Reihe archäologischer Highlights: die Akropolis, die Römische und Griechische Agora, den Zeus-Tempel, das Panathinaikos-Stadion und die Schule des Aristoteles. Tipp: Früh gehen und die Route klug planen, um dem Trubel zuvorzukommen.

Gegen Abend war es Zeit für den ersten Fußballmoment: Panathinaikos – Panetolikos im Olympischen Stadion. Und obwohl das Stadion von der Größe her beeindruckend ist, wirkte das auch etwas gegen es. Die Atmosphäre war mager, zu viele leere Plätze. Aber wieder ein Stadion abgehakt.

AEK, Souvlaki und Sonnenuntergang

Sonntagmorgen schlenderte ich über den Markt bei der Griechischen Agora. Eine schöne Mischung aus touristischen Souvenirs und lokalen Köstlichkeiten. Danach zog ich mich in die National Gardens zurück, einen botanischen Park im Herzen der Stadt. Palmen, Brunnen, Stille – eine willkommene Abwechslung. Später spazierte ich auch noch durch den Pedion Areos, einen großen Park im Norden der Stadt, der überraschend wenig Touristen anzieht.

Am Nachmittag stand der Kracher auf dem Programm: AEK Athen gegen Olympiakos. Was für ein Unterschied zum Vortag! Rund um das OPAP-Stadion herrschte lebhafte Atmosphäre mit Food-Trucks, Musik und viel Farbe. Ich saß im ersten Ring an der Längsseite, mit Zugang zu Hospitality. Alles top organisiert. Das Spiel selbst endete leider mit einer 0:1-Niederlage für den Gastgeber, aber der Fanatismus der Fans machte vieles wett. AEKs Stadion ist übrigens prima mit der Metro erreichbar – ideal!

Nach dem Spiel war es Zeit für ein letztes Highlight: den Lykabettos-Hügel. Mit einem E-Scooter und teilweise zu Fuß ging es hinauf, mit dem Ziel, den Sonnenuntergang vom höchsten Punkt der Stadt zu sehen. Und das war es wert. Am Aussichtspunkt (Tipp: Etwas zu trinken mitbringen) sieht man Athen langsam orangefarben werden, während die Stadt zur Ruhe kommt. Ein magisches Ende eines intensiven Wochenendes.

Tipps für deinen eigenen Fußballausflug

Athen lässt sich prima zu Fuß erkunden, besonders wenn man in einem der zentralen Viertel wie Plaka, Monastiraki, Psyri oder Kerameikos wohnt. Für längere Strecken sind die Metro und elektrische Scooter über die Lime-App sehr praktisch. Essen sollte man bei Klassikern wie Stamatopoulos oder Tylixto Greek Wrap, und für Naschkatzen ist Nancy's Sweet Home ein Muss. Lust auf etwas Besonderes? Dann probiert Thes für moderne griechische Küche oder trinkt einen Cocktail mit Aussicht bei 360.

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