Der Rasenplatz von Wimbledon während eines Spiels
Tennis1 juli 2026· Martijn Duker

So kommst du an Karten für Wimbledon

Gras unter den Füßen der Spieler, weiße Kleidung, und eine Stille auf dem Platz, die du nirgendwo anders so erlebst. Wimbledon ist anders als jedes andere Tennisturnier. Aber bevor du auf dieser Tribüne sitzt, musst du erst mal an eine Karte kommen. Und da wird es spannend.

Die kurze Antwort

Karten für Wimbledon bekommst du auf drei Wegen. Über die offizielle Ballot, das ist eine Verlosung, für die du dich weit im Voraus anmeldest. Über einen Grounds Pass, mit dem du aufs Gelände kommst, aber nicht auf die drei großen Courts. Oder über The Queue, die berühmte Warteschlange, in der du dich am Tag selbst für eine Karte anstellst.

Jeder Weg hat eigene Regeln und eigene Chancen. Die Ballot ist ein Glücksspiel, der Grounds Pass ist zugänglich, aber begrenzt, und The Queue verlangt Geduld und oft eine Nacht im Zelt. Weiter unten gehe ich sie einen nach dem anderen durch, damit du weißt, welcher Weg zu dir passt. Willst du sicher sein, dass du sitzt, dann regeln wir das über unsere Tennistickets für Wimbledon für dich.

Wie die Ballot funktioniert

Die Ballot ist die offizielle Verlosung des All England Club, des Veranstalters von Wimbledon. Du meldest dich Monate im Voraus an, meistens im Herbst und Winter vor dem Turnier im Sommer darauf. Wirst du gezogen, dann bekommst du zwei Karten für einen bestimmten Court an einem bestimmten Tag zugeteilt. Du wählst also nicht selbst, welches Spiel oder welchen Spieler du siehst.

Das ist gleich das Schwierige an der Ballot. Die Nachfrage ist riesig und die Zahl der Plätze begrenzt, also ist die Chance, gezogen zu werden, klein. Und wirst du gezogen, dann bist du an den Tag und den Court gebunden, den du bekommst. Für alle, die flexibel sind und es als nettes Glücksspiel sehen, ist es ein schöner Weg. Rechne nur nicht damit, dass du so an Karten für das Finale kommst.

Was dir ein Grounds Pass bringt

Neben den großen Courts hat Wimbledon Dutzende kleinere Plätze, und da kommt der Grounds Pass ins Spiel. Mit so einer Geländekarte darfst du in den Park und kannst auf allen Außenplätzen Spiele anschauen. Gerade in der ersten Woche, wenn auf jedem Platz voll gespielt wird, siehst du so überraschend viel Tennis aus der Nähe.

Was du mit einem Grounds Pass nicht bekommst, ist ein garantierter Platz auf dem Centre Court, No.1 Court oder No.2 Court. Für diese drei brauchst du eine eigene Karte. Trotzdem unterschätzen viele Leute den Grounds Pass. Die Atmosphäre auf den Außenplätzen ist intim, du sitzt direkt über den Spielern, und du fängst das echte Turniergefühl ein. Es gibt sogar einen Hügel, wo du auf einer großen Leinwand die Topspiele mitschaust, mit einem Glas in der Hand und der Sonne im Gesicht.

The Queue und die Kunst des Wartens

Dann gibt es The Queue, vielleicht die britischste Tradition des ganzen Turniers. Jeden Tag wird eine Reihe Karten erst am Morgen selbst an die Leute verkauft, die in der Schlange stehen. Wer es ernst angeht, kommt schon am Abend davor und stellt ein Zelt auf dem dafür vorgesehenen Feld auf. Am Morgen rückt die ganze Schlange ordentlich Richtung Eingang vor.

Das klingt nach Aufwand, und das ist es auch ein bisschen. Aber es gehört zu Wimbledon wie die Erdbeeren dazugehören. Du kommst mit den Leuten um dich herum ins Gespräch, teilst eine Thermoskanne Kaffee, und baust gemeinsam die Spannung auf. Kommst du früh genug, dann hast du sogar eine Chance auf eine der einzelnen Karten für die großen Courts. Hast du die nicht, dann kommst du trotzdem mit einem Grounds Pass rein. Geduld ist hier dein bester Freund.

Warum Wimbledon so besonders ist

Wimbledon ist das einzige Grand-Slam-Turnier, das noch auf Rasen gespielt wird, und das spürst du überall. Das Spiel ist schneller, die Bälle schießen flach weg, und der Platz verfärbt sich im Lauf von zwei Wochen von tiefem Grün zu trockenem Braun an den viel belaufenen Stellen. Es ist Tennis in seiner ältesten Form, und zugleich das Turnier mit dem meisten Ansehen.

Dann ist da die Tradition. Spieler tragen Pflicht-Weiß, der Platzsprecher kündigt alles mit britischem Stil an, und auf der Tribüne isst halb London Erdbeeren mit Sahne. Der Rasen, der Dresscode, die Ruhe auf dem Platz, alles bildet zusammen ein Ganzes, das du bei keinem anderen Turnier so antriffst. Wer mehr auf roten Sand und volle Sonne steht, schaut übrigens mal bei unseren Tennistickets für Roland Garros vorbei, denn das ist ein ganz anderes Erlebnis.

Klug planen mit einem Aufenthalt in London

Wimbledon liegt im Südwesten von London, gut erreichbar mit dem Zug und der U-Bahn aus der Stadt. Viele Besucher machen ein paar Tage daraus und verbinden das Tennis mit allem, was London zu bieten hat. Buch dein Hotel rechtzeitig, denn in den Turnierwochen füllt sich die Stadt und die Preise schießen in die Höhe.

Wähl eine Unterkunft mit guter Verbindung Richtung Southfields oder Wimbledon Station, dann stehst du schnell auf dem Gelände. Und bau einen Puffer in deine Planung ein. Ein Tag extra bedeutet, dass du einmal über die Außenplätze schlenderst und einmal für einen großen Court gehst, oder dass du einen Regentag auffängst, ohne deinen ganzen Trip durcheinanderzubringen. Willst du wissen, welche anderen Tennisturniere sich für so eine Kombination eignen, dann schau mal bei unseren Tennistickets.

So nehmen wir dir das ab

Selbst über die Ballot, den Grounds Pass oder The Queue an eine Karte zu kommen, geht, aber es kostet Zeit, Glück und oft eine ordentliche Portion Geduld. Wir regeln Wimbledon öfter und wissen, wie du sicher einen Platz bekommst, ohne eine Nacht im Zelt. Wir suchen den Tag und den Court, die zu dir passen, besorgen die Karten und denken bei einem Hotel mit, das nah am Gelände und an der Stadt liegt.

Bist du noch unsicher, welchen Tag du wählst, oder willst du wissen, was alles möglich ist? Stell deine Frage ruhig über unseren Kundenservice, dann schauen wir gemeinsam, was am besten passt. Wimbledon ist eins dieser Turniere, das du einmal im Leben live gesehen haben musst. Und wenn du erst mal da sitzt, mit dem Rasen vor dir und einer Schale Erdbeeren in der Hand, verstehst du sofort warum.

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