Der Sandplatz von Roland Garros in Paris während eines Tennisturniers
Tennis19 juni 2026· Martijn Duker

Ein Tennisturnier mit einem Städtetrip verbinden

Einen Tag Tennis schauen und danach in die Stadt. Keine lange Anreise, kein Stress, einfach ein paar schöne Tage weg mit einem großen Turnier als Höhepunkt. Für mich ist das eine der schönsten Arten, mal rauszukommen. Du schnupperst die Stimmung auf dem Platz und sitzt danach auf einer Terrasse, als wärst du nie weg gewesen.

Warum Tennis so gut zu einem Städtetrip passt

Die großen Tennisturniere spielen sich in oder direkt neben einer Weltstadt ab. Roland Garros liegt am Rand von Paris, Wimbledon ist eine U-Bahn-Fahrt vom Londoner Zentrum entfernt, und auch Madrid und Rom haben ihr Turnier nur einen Steinwurf von der Altstadt. Das macht die Kombination so naheliegend. Du musst dich nicht zwischen Sport und Stadt entscheiden, denn sie liegen buchstäblich nebeneinander.

Beim Fußball hast du oft ein Spiel an einem Abend und bist nach ein paar Stunden fertig. Tennis funktioniert anders. Eine Tagessession dauert vom frühen Nachmittag bis in den Abend, mit mehreren Partien auf verschiedenen Plätzen. Du machst einen ganzen Tag daraus und hältst den Rest deiner Reise frei für die Stadt. Willst du sehen, welche Turniere es alle gibt, dann schau dich auf unserer Seite mit Tennistickets um.

Die Turniere, die sich am besten dafür eignen

Paris und Roland Garros stehen für mich ganz oben auf der Liste. Das Sandrot, die warmen Frühlingsfarben, und danach ein Abend im Marais oder entlang der Seine. Du verbindest den Sport mit einer der schönsten Städte Europas. Auf unserer Seite mit Karten für Roland Garros siehst du, welche Sessions es gibt und was sie kosten.

London und Wimbledon haben eine ganz eigene Stimmung. Das Grün, die weiße Kleidung, die Erdbeeren mit Sahne. Nach einem Tag auf dem Platz tauchst du ins lebendige Zentrum ein, von den Pubs in Soho bis zu einem Spaziergang an der Themse. Madrid und Rom sind die sonnigeren Geschwister. Dort spielt das Turnier im Mai, mit langen Terrassenabenden und einer Stadt, die abends noch warm ist.

Eine Session schauen und trotzdem die Stadt sehen

Der Trick liegt in der Planung. Entscheidest du dich für eine Tagessession, dann bist du morgens frei zum Frühstücken und für einen ersten Bummel, bevor es zum Platz geht. Wählst du eine Abendsession, dann hast du den ganzen Tag für die Stadt und siehst das Turnier unter Flutlicht. Das gibt eine ganz eigene Stimmung.

Viele denken, ein Turniertag verschlingt den ganzen Tag. Das muss nicht sein. Auf den Außenplätzen läufst du frei ein und aus, und du bestimmst selbst, wie lange du bleibst. So behältst du Zeit für ein Museum, einen Markt oder einfach ein langes Mittagessen. Das Schöne ist, dass du nicht an einen strengen Zeitplan gebunden bist.

Welche Session wählst du?

Die erste und die zweite Woche fühlen sich völlig anders an. In den Anfangstagen spielen Dutzende Partien gleichzeitig, und du kannst für wenig Geld über die Außenplätze ziehen. Du siehst mehr Spiele, du sitzt näher an den Spielern und schnupperst die Stimmung eines Turniers, das gerade in Fahrt kommt. Für ein erstes Mal ist das oft die schönste Wahl.

Willst du dagegen die großen Namen auf dem Centre Court, dann wählst du eine spätere Runde. Bedenke aber, dass diese Karten knapper und teurer sind und dass du dann vor allem auf einem Platz sitzt. Bist du dir unsicher, welches Turnier und welche Phase zu dir passt, dann hilft dir unser Ratgeber dazu, welches Grand-Slam-Turnier zu dir passt, weiter.

Wie lange bleibst du?

Für die meisten Menschen sind drei bis vier Tage ideal. Ein Tag fürs Tennis, und zwei oder drei Tage, um die Stadt in Ruhe zu entdecken. So fühlt es sich wie ein echter Urlaub an und nicht wie ein schnelles Hin und Her. Buche deinen Tennistag am besten nicht auf den Anreisetag, denn du willst ausgeruht auf dem Platz sitzen statt gerade vom Flughafen zu kommen.

Reist du mit einer Freundesgruppe oder zu zweit, dann plane vorab, an welchem Tag ihr zum Turnier geht, und haltet den Rest offen. So kann jeder selbst entscheiden, was er von der Stadt sehen will. Diese Freiheit macht so eine Reise entspannt, denn niemand muss die ganze Zeit dasselbe tun.

Warum sich das anders anfühlt als eine komplette Sportreise

Eine komplette Sportreise dreht sich um das Event. Du fieberst auf das eine Spiel hin, und alles drumherum ist Nebensache. Ein Tennisturnier mit einem Städtetrip drumherum fühlt sich lockerer an. Der Sport ist der Höhepunkt, aber die Stadt gehört genauso zum Bild. Du fährst mit Erinnerungen an einen spannenden Fünfsatzkrimi und an dieses eine Restaurant nach Hause, das du zufällig gefunden hast.

Für Paare funktioniert das oft sehr schön. Der eine ist vielleicht verrückt nach Tennis, der andere etwas weniger, und so kommt jeder auf seine Kosten. Willst du wissen, welche Ziele wir organisieren und wie wir so eine Reise für dich zusammenstellen, dann schau auf unserer Seite mit Tennisreisen. Wir denken gerne mit dir über die richtige Session und den richtigen Moment nach.

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