Grand-Slam-Tennis aus der Nähe ist etwas Besonderes. Die Stille kurz vor dem Aufschlag, das Klacken des Balls, und dann dieser Ausbruch auf der Tribüne bei einem Winner am Satzball. Aber bevor du dort sitzt, musst du erst an eine Karte kommen. Und das ist schwieriger, als die meisten denken.
Die kurze Antwort
Karten für die großen Tennisturniere kaufst du pro Session und pro Court, nicht pro Tag wie bei einem Festival. Bei den Grand Slams läuft der Verkauf oft über ein Ballot, also eine Verlosung, oder über einen frühen regulären Verkauf, der blitzschnell ausverkauft ist. Bist du spät dran, bleibt meist nur der teurere Weiterverkauf.
Das klingt komplizierter, als es ist. Wenn du verstehst, wie so ein Turnier seine Karten verteilt, weißt du genau, wann und wo du sein musst. Willst du nicht selbst in die Verlosung, dann besorgen wir dir einen Platz über unsere Tennis-Tickets. Weiter unten erkläre ich, wie es funktioniert.
Warum du pro Session und pro Court kaufst
Ein großes Tennisturnier ist kein einzelnes Match, sondern Dutzende Partien gleichzeitig, verteilt über ein Gelände voller Courts. Deshalb verkaufen sie keine Tageskarte für alles, sondern ein Ticket für einen bestimmten Court und eine bestimmte Session. Meist ist das eine Tagessession und eine Abendsession, jede mit eigenem Programm.
Eine Karte für den Centre Court gibt dir Zugang zu den größten Namen auf dem wichtigsten Platz. Das ist am teuersten und am schnellsten weg. Auf den kleineren Courts siehst du oft Spieler, die ein paar Jahre später die Spitze erreichen, und da sitzt du manchmal nur wenige Meter entfernt. Für die Stimmung ist das kein Nachteil, im Gegenteil.
Der Unterschied zwischen einer Courtkarte und einem Grounds Pass
Das ist der Punkt, an dem die meisten hängenbleiben. Ein Ticket für eine der großen Arenen, etwa den Court Philippe-Chatrier oder den Centre Court, ist ein reservierter Sitz auf genau diesem Platz. Du sitzt garantiert bei den Topspielen dieser Session.
Ein Grounds Pass funktioniert anders. Damit kommst du aufs Gelände und darfst alle kleineren Courts besuchen, aber nicht die großen Arenen. In der ersten Woche ist das überraschend viel wert, denn dann spielen noch reichlich bekannte Namen auf den Außenplätzen. Du läufst von Court zu Court und pickst dir die Partien heraus, die dir am besten gefallen. Ein Tag mit einem Grounds Pass ist eine der schönsten Arten, einen Grand Slam zu erleben.
Wie Ballot und Vorverkauf funktionieren
Bei den Grand Slams dreht sich vieles ums Timing. Wimbledon arbeitet mit einem öffentlichen Ballot, für das du dich Monate vorher anmeldest, und danach heißt es abwarten, ob du gezogen wirst. Roland Garros und die US Open haben eine frühe Verkaufsrunde, die oft schon im Winter startet, weit vor dem Turnier selbst.
Die beliebtesten Sessions, denk an die zweite Woche und die Finaltage, sind im Nu vergriffen. Genau deshalb musst du früh anfangen. Willst du wissen, wie so eine Verlosung beim bekanntesten Turnier genau abläuft, dann liest du das in meinem Beitrag über wie du an Karten für Wimbledon kommst.
Die erste Woche bietet andere Chancen als das Finale
Viele zielen sofort aufs Finale. Verständlich, aber gerade die erste Woche ist für einen ersten Besuch oft die schönste Wahl. Es wird auf allen Courts gleichzeitig gespielt, die Topspieler sind alle im Einsatz, und die Karten sind besser zu bekommen und günstiger.
Die Finaltage sind knapper, teurer und drehen sich um eine Partie auf einem Court. Ein fantastisches Erlebnis, aber nicht unbedingt der beste Einstieg. Gehst du zum ersten Mal, dann wähle einen Tag in der ersten Woche mit vollem Programm. Du siehst mehr Tennis und zahlst weniger.
Woran die meisten hängenbleiben
Die größte Falle ist der Weiterverkauf. Sind die offiziellen Karten weg, tauchen überall Tickets zum Doppelten oder Dreifachen auf. Manche Turniere binden eine Karte an einen Namen oder weisen weiterverkaufte Tickets am Einlass ab. Dann stehst du mit einem teuren Zettel draußen.
Eine zweite Falle ist die Planung drumherum. Die großen Turniere machen eine Stadt voll, also sind Hotels früh teuer und schnell ausgebucht. Wer es clever angeht, bucht Karte und Unterkunft im Zusammenhang. Wie du ein Turnier mit ein paar Tagen weg verbindest, habe ich in ein Tennisturnier mit einem Städtetrip verbinden beschrieben.
So gehen wir es gemeinsam an
Das Geheimnis liegt darin, früh dran zu sein und die richtige Session zu wählen. Weißt du, welcher Court und welcher Tag zu dir passen, dann ist der Rest eine Frage des rechtzeitigen Handelns. Bist du unsicher zwischen der ersten Woche und dem Finale, oder zwischen einer Courtkarte und einem Grounds Pass, dann denke ich gern mit dir mit.
Willst du es ganz aus der Hand geben, mit Karten und Unterkunft in einem Paket? Das regeln wir über unsere Tennisreisen. Stell mir ruhig deine Frage, dann suchen wir gemeinsam die Session aus, bei der du später mit Gänsehaut auf der Tribüne sitzt.
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